Wussten Sie, dass …

Neu ist jedoch, dass Schokolade auch noch das Krebsrisiko senkt. Besonders bittere Schokolade schützt den Körper vor den sogenannten "freien Radikalen" und senkt zudem noch den Blutdruck und den Cholesterinspiegel. Aber nicht nur das, auch der in Schokolade enthaltene Stoff "Phenylethylamin" wirkt sich positiv auf unseren Körper aus, indem er die Dopamin-Bildung im Körper unterstützt. Das Resultat ist, dass wir uns "fitter" fühlen. Selbst beim Abnehmen muss man nicht unbedingt auf Schokolade verzichten. Hier gilt wieder einmal – auf die richtige Menge kommt es an.

Kakao enthält Polyphenole (sekundäre Pflanzenstoffe), die als Antioxidantien gegen freie Radikale wirken. In verschiedenen Studien wurden gesundheitliche Effekte beobachtet. So berichteten römische Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Nature, dass der Genuss von dunkler Schokolade das Herz-Kreislauf-System vor Arterienverkalkung schütze. Forscher der Cornell University (Staat New York) fanden heraus, dass eine Tasse heiße Schokolade zwei- bis dreimal mehr Antioxidantien enthalte als grüner Tee. Und an der University of California stellte man fest, dass Schokolade mit 70 Prozent Kakaoanteil die Blutgefäße schütze, wohingegen Milchschokolade keinen signifikanten Effekt habe.

Trotzdem: Schokolade ist ein Genussmittel und keine Gesundkost. Obst und Gemüse sind kalorienärmer, liefern mehr Antioxidantien und außerdem Ballaststoffe, Vitamine und Mineralien.


… Schokolade aphrodisierend wirkt?

Genauer gesagt ist es die Substanz Phenylethylamin (PEA) in den Kakaobohnen. Zu wenig PEA im Blut und der Mensch wird depressiv. Fallschirmspringen oder Achterbahn fahren dagegen treiben den PEA-Spiegel in die Höhe. Peter Godfrey, Chemiker an der Universität im australischen Melbourne, hat das Blut verliebter Studenten untersucht und besonders hohe PEA-Werte gefunden. Sein Schluss: "Offenbar ist dieses kleine Molekül für die feuchten Hände der Verliebten, für den Kloß im Hals und die viel zitierten 'Schmetterlinge im Bauch' verantwortlich". Fraglich ist, ob 100 Milligramm Phenylethylamin in einer Schokoladentafel reichen, um einen Liebesrausch auszulösen.


… Kakao ursprünglich nicht süß getrunken wurde?

Für die Mayas war Kakao ein Geschenk der Götter. "Chocol haa" nannten sie ihr schaumig aufgeschlagenes Kakaowasser. Die Mayas würzten das bittere Getränk mit Chili. Das herbe, scharfe Kakaogetränk aber wirkte auf die Europäer zunächst abstoßend. „Sie schien eher ein Getränk für Schweine zu sein als für die Menschheit", schrieb der Italiener Benzoni 1575 und war damit nur einer unter vielen, die dieses neue Getränk ablehnten. Erst die Spanier, mischten Kakao mit Zucker.


… dass japanische Frauen am 14. März mit weißer Schokolade beschenkt werden?

In Japan gibt es den so genannten „White Day", den 14. März, an dem Männer Frauen mit weißer Schokolade beschenken. Besonders begehrte Frauen erhalten ganz besondere und hochwertige, weiße Schokolade …


… Kakaobohnen lange als Zahlungsmittel galten

Besonders die Eigenschaft, dass Kakaobohnen als Zahlungsmittel galten, wurde von den spanischen Eroberern Südamerikas begeistert aufgenommen und diese Funktion behielten die Bohnen auch noch lange während der spanischen Kolonialzeit.


… ein schier endloser Streit darüber entbrannte, ob man Schokolade während der Fastenzeit zu sich nehmen dürfe.

Unter anderem mussten sich Papst Gregor XIII., Clemens VII., Paul V., Pius V., Urban VIII., Clemens XI. und Benedikt XIV. mit dieser Frage befassen. Zum Glück für die Schokolade entschieden alle Päpste, dass Schokolade ein Getränk sei und das Fasten nach christlicher Auffassung nicht breche.


… Schokolade erst im 17. Jahrhundert nördlich der Alpen bekannt wurde.

Die Schokolade wurde in Deutschland lange Zeit nur als Medizin und Stärkungsmittel in Apotheken vertrieben. Eine der ersten Möglichkeiten Schokolade zum Genuss zu sich zu nehmen, bot die 1673 in Bremen gegründete Kaffeestube des Niederländers Jan Jantz von Huesden. Er hatte für ein halbes Jahr die Lizenz erhalten, ausländische Getränke wie Kaffee und Schokolade in Bremen herzustellen und anzubieten.


… Dresden einst das Zentrum der industriellen Schokoladenherstellung war?

In Dresden, dem damaligen Zentrum der deutschen Schokoladenindustrie, wurden während der Gründerzeit von 1871 bis 1873 gleich vier Aktiengesellschaften im Bereich Schokolade gegründet. Um 1880 wurden in Dresden etwa 550 Tonnen Schokolade pro Jahr hergestellt. Das entsprach 30 % der damaligen deutschen Gesamtproduktion von ca. 1700 Tonnen pro Jahr. Der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland lag 1881 bei 60 Gramm pro Jahr – heute liegt er bei ca. 11,4 kg.